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Lummer, Spitzname aufgrund seiner Kleinwüchsigkeit "Klein-Napoleon", galt während seiner Zeit als Innensenator als "Mann fürs Grobe". Allerdngs richteten sich seine Aktivitäten überwiegend gegen das linke politische Spektrum.
1974 Mordfall Ullrich Schmücker, einem Verfassungsschutzspitzel. Die genauen Umstände des Mordes, in den der Berliner Verfassungsschutz verwickelt war, sind bis heute nicht geklärt.
Während seiner Amtszeit als Berliner Innensenator kam es am 22.09.1981 zur Tötung von Klaus-Jürgen Rattay, der starb, weil die Polizei unter Lummers Verantwortung Demonstranten in den fließenden Straßenverkehr drückte, so dass Klaus-Jürgen Rattay von einem Bus überfahren wurde. Eine Gedenkplatte in dem Bürgersteig Potsdamer Straße/Bülowstraße (vor der Commerzbank) erinnert daran.
Verantwortung für den Tod von sechs Häftlingen bei dem Brand in dem polizeilichen Abschiebegewahrsam in der Silvesternacht 1983/84
Zu rechtsextremen Organisationen unterhielt Lummer freundschaftliche Beziehungen. So trat er gemeinsam mit NPD-Mitgliedern auf Veranstaltungen und hielt Kontakte zur rechtsextremistischen Partei Republikaner. Er ist Ehrenpräsident der rechtslastigen "Deutschen Konservativen e.V.".
Zudem ist Lummer ständiger Autor der rechtsextremen Wochenzeitung "Junge Freiheit".
Lummers politisches Hauptthema war das Asylrecht, das er missbraucht sah und das er darum wesentlich einschränken wollte. Insgesamt fällt bei diesem und anderen Lieblingsthemen der politisch Rechten Lummers rechtsextreme Wortwahl auf.
Eine Spende an eine rechtsradikale Organisation und eine ganze Serie von Bestechungsskandalen in dem Bausektor zwangen ihn 1986 zu dem Rücktritt. Es war bekannt geworden, dass Lummer in dem Wahlkampf 1970/71 die Neonaziszene in Westberlin durch Geldspenden verdeckt finanziert hatte, um einen Wahlsieg der SPD zu verhindern. Während Lummer damals behauptete, er habe den Rechtsextremisten den Verzicht auf eine Kandidatur zur Abgeordnetenhauswahl abgekauft, um keine Einbußen an Wählerstimmen für die CDU befürchten zu müssen, sagten die Neonazis aus, sie wären für's Überkleben von Plakaten der SPD besoldet worden.
1987 entsandte ihn die Berliner CDU als Abgeordneten in den Deutschen Bundestag.
1989 wurde bekannt, daß sich der BND lange Zeit durch den Berliner Innensenator, Heinrich Lummer, MdB, zuarbeiten ließ, obwohl Parlamentarier nicht als nachrichtendienstliche Verbindungen geführt werden sollen (BT-Drs 13/4374).
Anläßlich des Welt-AIDS-Tages 1996 fordert Lummer die Registrierung und Kasernierung von HIV-Infizierten.
1998 Einreiseverweigerung nach Israel wegen seiner rechtsextremistischen Aktivtäten.
Vorwürfe, daß Lummer in den Jahren 1973-1981 persönliche intime Beziehungen zu einer Mitarbeiterin des DDR-Geheimdienstes ("Susanne Rau") unterhielt und diese regelmäßig in Ostberlin besuchte, bestätigen sich. Ob Versuche des MfS, ihn mit den passenden Fotos und dem Hinweis auf sein "politisches Überleben" zu einer Zusammenarbeit anzuwerben, erfolgreich waren, ist strittig. Dennoch kann das Verhalten Lummers als Innensenator als "sicherheitsrelevant" engestuft werden
Im November 1995 meldet ein neonazistisches "Infotelefon", dass der ehemalige Berliner Innensenator Heinrich Lummer bei einem wöchentlichen Sonntagsstammtisch in Berlin-Wannsee eine Behandlungskommission gefordert hat, welche die "tatsächlichen Vorgänge" in den KZ, sowie die Klärung der Kriegsschuldfrage aufklärt, "damit wir Deutschen wieder frei atmen können"
März 2003 vertrauliches Treffen mit dem österreichischen Populisten Jörg Heider in Berlin. Lummer: ""Ich kenne Haider lange und habe ihn auch schon in Kärnten besucht."
November 2003 Mitunterzeichnung einer Solidaritätsanzeige zugunsten des wegen antisemitischoer Äußerungen aus der CDU ausgeschlossenen Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann.
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